Homepage-Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace sind günstig, sofort startklar und für einfache Projekte völlig brauchbar. Der versteckte Preis ist Ihre Zeit: Sie bauen, texten und pflegen alles selbst — und das Ergebnis bleibt ohne Design-Erfahrung oft Mittelmaß. Für Hobby-Projekte top, für Geschäfts-Websites eine Abwägung.
Hier lesen Sie, wo Baukästen wirklich glänzen, wo sie im Alltag nerven, und wie sich „selbst bauen“ gegen „machen lassen und selbst ändern“ schlägt — fair und ohne Bashing.
Wo Baukästen wirklich glänzen
Drei Stärken sind unbestritten, und sie erklären den Erfolg von Wix, Jimdo und Squarespace:
- Niedrige Einstiegshürde: Konto anlegen, Vorlage wählen, loslegen — ohne Agentur, ohne Briefing, ohne Wartezeit.
- Kalkulierbare Kosten: Ein überschaubares Monatsabo statt eines Projektpreises. Für ein Null-Budget-Projekt ist das unschlagbar.
- Volle Kontrolle: Sie müssen niemanden fragen. Tippfehler entdeckt? Selbst korrigiert, sofort online.
Wer eine Vereinsseite, ein Hobby-Projekt oder einen schnellen Testballon für eine Geschäftsidee braucht, ist hier richtig aufgehoben. Die Anbieter unterscheiden sich im Detail — Wix gilt als besonders funktionsreich, Squarespace als designstark, Jimdo als besonders einfach — aber das Grundmodell ist dasselbe.
Nervfaktor 1: Der Zeitfresser DIY
Der Baukasten ist günstig — Ihre Abende sind es nicht. „In 30 Minuten zur Website“ stimmt nur für das Grundgerüst. Bis eine Geschäfts-Website wirklich fertig ist, kommen zusammen: Texte schreiben, Fotos auswählen und zuschneiden, Seitenstruktur überlegen, mobile Ansicht prüfen, Impressum und Datenschutz einrichten, Kleinigkeiten verschieben, die nie ganz so aussehen wie in der Vorlage.
Realistisch sind dafür viele Stunden bis einige Arbeitstage — verteilt auf Abende und Wochenenden. Das ist der unausgesprochene Deal: Sie bezahlen nicht mit Geld, sondern mit Zeit. Ob der Tausch sich lohnt, hängt davon ab, was Ihre Stunde wert ist (diese Rechnung machen wir in unserem Ratgeber zum Selbermachen auf).
Nervfaktor 2: Design-Mittelmaß und Performance
Baukasten-Vorlagen sind solide — aber sie sehen nach Vorlage aus, und ohne gestalterisches Auge wird aus „solide“ schnell „beliebig“: zu viele Schriften, Stockfotos, überladene Startseite. Ihr Auftritt konkurriert aber mit professionell gemachten Seiten Ihrer Wettbewerber.
Dazu kommt die Technik: Baukasten-Seiten laden oft viel Script-Ballast, den Ihre Besucher gar nicht brauchen. Das kostet Ladezeit — und Ladezeit kostet nachweislich Besucher und Rankings (siehe web.dev zu Core Web Vitals). Testen Sie Ihre Baukasten-Seite ruhig mal mit PageSpeed Insights auf dem Handy-Profil. Statisch generierte Websites, wie Pagoras sie baut, sind hier strukturell im Vorteil: Sie liefern fertiges HTML ohne Ballast aus.
Nervfaktor 3: Lock-in und die Subdomain-Falle
Zwei Punkte sollten Sie vor der Anmeldung kennen:
- Kein Export: Baukasten-Seiten lassen sich praktisch nicht umziehen. Es gibt keinen „Website exportieren“-Knopf, der Ihnen etwas Brauchbares liefert — beim Anbieterwechsel bauen Sie neu. Ihre Texte und Bilder sollten Sie deshalb immer auch außerhalb des Baukastens speichern.
- Die Subdomain-Falle: Gratis- und Billigtarife liefern Adressen wie
meinbetrieb.anbieter-baukasten.deplus Anbieter-Werbung auf Ihrer Seite. Für ein Geschäft ist das ein Vertrauensproblem. Eine eigene Domain ist Pflicht — und sollte auf Sie registriert sein (.).
Fair ist: Die Anbieter verstecken das nicht. Es steht nur selten in der Werbung.
Baukasten vs. „gemacht bekommen + selbst ändern per Chat“
Der eigentliche Reiz des Baukastens ist nicht das Bauen — es ist die Unabhängigkeit danach: selbst ändern können, ohne jemanden zu fragen. Genau diese Unabhängigkeit bekommen Sie inzwischen auch ohne die Bau-Wochenenden:
| Baukasten (DIY) | Website-Abo mit Chat-Änderungen | |
|---|---|---|
| Erstellung | Sie, viele Stunden | Profi, für Sie |
| Design | Vorlagen-Niveau | Individuell umgesetzt |
| Änderungen | Selbst im Editor | Nachricht schicken (WhatsApp, E-Mail) |
| Technik & Recht | Ihr Thema | Inklusive |
| Preis | Niedriges Monatsabo + Ihre Zeit | Höheres Monatsabo, alles drin |
Bei Pagoras bekommen Sie die Website gemacht und ändern sie danach per Nachricht — Öffnungszeiten, Preise, neue Fotos. Jede Änderung wird gespeichert und ist rückgängig machbar. Die Unabhängigkeit des Baukastens, ohne sein Wochenend-Pensum.
Häufige Fragen
Sind Baukasten-Websites schlecht für Google? Nein, nicht grundsätzlich — Google indexiert Baukasten-Seiten ganz normal. In der Praxis bremsen eher drei Dinge: langsame Ladezeiten, dünne selbstgeschriebene Texte und fehlende Struktur. Mit guter Pflege kann eine Baukasten-Seite ranken; sie startet nur selten mit technischem Rückenwind.
Welcher Baukasten ist der beste? Das hängt vom Projekt ab: Wix gilt als besonders flexibel, Squarespace als designstark, Jimdo als besonders einsteigerfreundlich. Wichtiger als die Anbieterwahl ist die ehrliche Frage davor: Haben Sie die Zeit und Lust, Aufbau und Pflege dauerhaft selbst zu übernehmen?
Kann ich später vom Baukasten zu einem anderen Anbieter wechseln? Die Inhalte ja, die Website nein. Texte und Bilder können Sie herauskopieren, das Design und die Struktur müssen Sie neu aufbauen lassen. Entscheidend ist Ihre Domain: Liegt sie bei Ihnen, nehmen Sie sie mit — und Ihre Adresse bleibt erhalten.
Fazit
Baukästen sind ein ehrliches Angebot: wenig Geld, sofort loslegen, alles selbst machen. Für Hobby, Verein und Testballon eine klare Empfehlung. Für ein Geschäft, das von seinem Auftritt lebt, sollten Sie den wahren Preis kennen — Ihre Zeit, Mittelmaß-Risiko und Lock-in. Rechnen Sie einmal aus, was Ihre Bau- und Pflegestunden kosten, und vergleichen Sie das mit einem Abo, bei dem alles gemacht wird. Dann entscheiden Sie.
Pagoras ausprobieren: Website machen lassen statt Wochenenden basteln — und trotzdem alles selbst ändern können, per Chat? Fragen Sie eine Demo an auf pagoras.de.
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